Häufung von Verkehrsunfällen führte zu Kinderunfallkommission - Brühl Vorreiter im VRS
Eine Häufung von Verkehrsunfällen, in die Kinder verwickelt waren und zu Schaden kamen, führte Mitte der 1990er Jahre zur Gründung von Kinderunfallkommissionen. In diesen laufen auf kommunaler Ebene die Fäden einer vernetzten Zusammenarbeit unterschiedlicher Institutionen der Verkehrssicherheitsarbeit zusammen. So auch in Brühl: Nach zahlreichen Unfällen mit Kinderbeteiligung ist die Kinderunfallkommission im Juli 1998 als erste im Verbundraum des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS) gegründet worden. Seitdem arbeiten hier städtische Dienststellen wie die Stabsstelle Kommunale Sicherheit, der Fachbereich Bauen und Umwelt, der Fachbereich Schule und Sport mit externen Partnern wie beispielsweise der Polizeiwache Brühl, den Stadtwerken Brühl und dem Kinderschutzbund für eine sichere Mobilität von Kindern zusammen. Die Akteure begehen Unfallorte und sorgen nach der Analyse der Situation dafür, dass unfallfördernde Faktoren reduziert werden. Sei es durch Geschwindigkeitsbegrenzungen, die Einrichtung von Zebrastreifen oder durch bessere Sichtverhältnisse an bisher unübersichtlichen Stellen. Eine Schlüsselfunktion kommt präventiven Maßnahmen wie der Förderung der eigenständigen sicheren Mobilität der Kinder zu. Die Zahlen in Brühl sprechen für sich: Während 1998 noch 35 Kinder in Verkehrsunfälle verwickelt waren, waren es 2014 15 Kinder. An einer weiteren Verringerung wird intensiv gearbeitet, denn: Jedes verunglückte Kind ist eines zu viel!